ICH

hadere und zweifel.
Ich weiß nicht mehr weiter.
Und finde neuen Mut.

Ich kann mich nicht entscheiden.
Überlege hin und her.
Ich weiß die Lösung nicht.
Und setze keine Taten.

Ich finde gute Lösungen.
Passende Ideen.

Ich schreibe.
Ich schreie.
Ich weine.
Ich lache.

Ich vertrage manchmal keinen Lärm.
Die Welt ist mir viel zu hektisch
und ich flüchte in meine Tagträume.

Ich halte nichts von oberflächlichem BlaBla.
Und immer nur tiefsinnige Gespräche gehen mir manchmal auf die Nerven.

Ich lache laut und schrill.
Weine still und heimlich.

Ich würde so gern was ändern.
Doch kann ich es manchmal nicht.

Dann möchte ich so gerne akzeptieren.
Doch auch dran scheitere ich.

Ich bin nicht dazu geboren 
im hektischen Alltag zu leben.
Brauche Ruhe und einfach Seinkönnen,
mehr denn je.

Vieles bewundere ich.
Und oft staune ich.

Manches berührt mich.
Und manches lässt mich völlig kalt.

Dem Gesang eines Vogels zuzuhören,
versetzt mich in Staunen.
Dem Gerede der Menschen verwunde(r)t mich.

Und doch kann ich es nicht ändern.
Und das macht mich traurig.
Und angreifbar.

Denn ich bin verletzlich.
Und sonderbar.

Doch was soll ich tun?
Was kann ich ändern?
Wer kann mir das sagen?
Und wem würde ich vertrauen?

Manchmal – ja manchmal –
bin ich ganz still.
Verstummt wie ein Fisch.

Und dann wieder schrill
wie ein völlig verrücktes Wesen.

Doch meist zeig ich mich nicht.

Doch was anderes könnte ich sein…
als … ICH

~ Kavitha 2018 ~