Die Rebellin

Sie weiß ganz genau was sie will,
was für sie richtig und wichtig ist.
Sie ist fokussiert auf ihr Ziel.
Keinen Millimeter will sie abweichen davon.
Viel zu oft, wurde sie unterdrückt,missbraucht,
wurden ihre Träume mit Füßen getreten.

Sie geht weit.
Und tief.
Sie geht sogar so weit,
dass sie in Kauf nimmt,
verachtet und ausgeschlossen zu werden.
Sie nimmt in Kauf,
dass sie alleine ist.

Sie ist eine Rebellin,
eine, die sich nicht mehr klein macht,
die in ihrer Kraft da steht
und ja sie ist auch eine Kämpferin.
Oh was für eine Kämpferin.
Sie gibt nicht eher auf,
als sie ihr Ziel erreicht,
ihren Traum in die Tat umgesetzt hat.

Und wenn dies nicht sofort möglich ist,
besteht die Chance,
dass sie erkennt,
dass sie auch zum Ziel kommen kann,
wenn sie eben mal von ihrem Traum abweicht,
wenn sie beginnt noch was anderes in ihr Leben reinzulassen,
ihr Fokus sich ändert,
wenn sie aufmerksam zuhört was ihr das Leben schenkt
und bereit ist,
einen scheinbaren Umweg zu gehen.

Und nicht nur das,
vielleicht wäre sie manchmal glücklicher,
wenn sie sich ablenken ließe,
wenn sie loslässt von ihrem Traum,
wenn sie einsichtig ist,
dass eben alles so läuft wie es läuft.

Das heißt ja nicht,
dass sie ihren Traum aufgeben muss,
ihr Ziel aus den Augen verlieren muss,
aber dass sie sich auch anderen Dingen gegenüber öffnet,
die jetzt nicht unmittelbar damit zu tun haben.
Also wenn sie quasi von einem Tunnelblick
in den Weitblick wechselt.
Und vertraut.

Denn woher kam denn ihr Ziel?
Woher kam ihr Traum?
Woher ihr Wunsch und ihre Sehnsucht?

Ja und plötzlich kann sie Frieden schließen.
Muss nicht mehr länger kämpfen.
Kann ihre Position klar beziehen
und zum Ausdruck bringen.
Und doch akzeptieren,
dass die Dinge eben so sind,
wie sie jetzt sind.

Und plötzlich ist es gut.

Sie ist und bleibt eine Rebellin,
und sie entdeckt,
dass sie auch noch viel mehr ist,
sie lässt auch andere Aspekte zu,
und erkennt ihre eigene Bandbreite.

Und sie ist im Frieden.

Und dankbar.

Kavitha ~ 2017