Du bist nicht deine Emotionen …

… doch du kannst sie nutzen.
Du kennst sie sicher,
diese Emotionen,
die mit dir Schlitten fahren.
Als ob sie dich in die unmöglichsten Situationen bringen wollten,
so mag es dir vor kommen.
Wie oft hast du versucht,
sie zu kontrollieren,
sie zu unterdrücken,
sie verbergen zu wollen.
Doch immer waren sie irgendwie stärker.
Bahnten sich ihren Weg.
Und kamen zum Vorschein.
Wollten gesehen, gefühlt, wahrgenommen werden.
Doch du wolltest das nicht.
Sie waren unbequem.
Fühltest dich nicht wohl damit.
Hofftest sie einfach verdrängen zu können.
Doch dann kam irgendwann der Punkt,
und du hast aufgegeben.
Verdrängen ging nicht mehr.
Zurückhalten war nicht mehr möglich.
Sie hatten sich zu einer unbändigen Kraft zusammengeballt,
die stärker war als du.
Dann hast du sie rein gelassen.
Es blieb dir nichts anderes mehr übrig.
Du hast sie sein gelassen.
In diesem Moment,
wurdest du sie.
Da gab es nicht mehr:
Ich und die ungeliebte Wut.
Sondern ihr wurdet eins.
Da gab es nicht mehr :
Ich und die verdrängte Angst.
Sondern ihr wart eins.
Ein Sein.
Und plötzlich erkanntest ihren Wert.
Dankbarkeit bahnte sich ihren Weg.
Unendliche Dankbarkeit,
für alles.