Es ist jene Angst, die hier geschürt wird,
die uns allen innewohnt.
Zumindest in jener Realität,
in der der Tod als Ende allen Lebens angesehen wird.

Es ist jene Angst, die uns allen gemeinsam ist.

Diese Angst teilen wir alle.
Egal ob arm oder reich,
alt oder jung.
Sie kann jeden treffen.
Unabhängig davon, ob wir viel Geld haben oder nicht.
Ob wir unsere Berufung leben oder nicht.
Die Angst vor dem Tod.

Der Tod ist nicht das Gegenteil von Leben,
sondern von Geburt.
Das Leben ist die Quelle selbst.
Es ist das große Kommen und Gehen.
Alles was kommt, geht auch irgendwann wieder.
Doch es geht nie verloren.
Die „Energie“ bleibt.
Verändert nur ihre Form.
Wird wieder zu ihrer Quelle,
aus der sich sich manifestiert hat.
Manche Kulturen wissen darum,
darum feiern sie den Tod.

Hier bei uns, in der Gesellschaft in der ich lebe,
ist dieses Wissen in Vergessenheit geraten.
Darum auch die große Angst vor dem Sterben.

ERWACHEN bedeutet: STERBEN ZU LEBZEITEN.

Und es ist hier nicht der physische Tod gemeint.
Auch wenn es sich so anfühlt.
Es ist das größte Loslassen,
das uns geschehen kann.
Und wird.
Es ist ein Fakt.
Die Frage ist:
Geschieht es erst zum Lebensende,
zum Zeitpunkt des physischen Todes?
Oder zu Lebzeiten?

ERWACHEN ist der Tod des Egos.
Oder die Erkenntnis einer Illusion.
Die Illusion ein getrenntes Ichlein zu sein.
Das ist es, was sterben darf!
Und ja – es fühlt sich genau so an,
wie physisch zu sterben.

Wenn dieses Sterben zu Lebzeiten stattfindet,
dann verlierst du alles.
Und gewinnst alles.
Du wirst wieder zu dem, was du bereits bist,
immer warst und immer sein wirst.

Welch ein Paradox.

Sterben erfolgt nach Elisabeth Kübler-Ross in fünf Stufen.
Da gibt es zuerst mal die HOFFNUNG auf den Irrtum.
Wir klammern uns an eine Hoffnung.
Es ist das nicht Wahrhaben-Wollen.
Der Wunsch, es wäre ein Versehen.

Die zweite Phase ist die des ZORNS.
Warum?
Warum ich?
Warum jetzt?

Dann wollen wir noch AUFSCHUB.
Wir wollen verhandeln.
Wir geloben Besserung.
Wir verhandeln mit Gott.

Die Trauer um die vergebenen Chancen kennzeichnet die vierte Phase. Hier kommt die DEPRESSION ins Spiel.

Bis dann in der fünften Phase die Abkopplung von der Umwelt stattfindet. Es ist die volle AKZEPTANZ des Unausweichlichen.

Genau diese Phasen werden auch im Erwachens-Prozess durchlaufen.
Es ist gut dies zu wissen.
Und sich diesem Prozess zu stellen.
Denn es ist ein Sterben.
Ein Sterben zu Lebzeiten.
Ein Erkennen um die wahre Natur.
Es ist gleichzeitig volle Mensch-Werdung.

Wieder so ein Paradox.

Stirbst du zu Lebzeiten,
so wird das Leben plötzlich ganz anders erfahren.
Es ist die Geburt einer neuen Welt.
Manche bezeichnen es als Aufstieg in die 5. Dimension.
Und tatsächlich ist es das Leben, das sich selbst neu gebiert.

Wir Menschlein hier sind nur Marionetten.
Und doch können wir wesentlich dazu beitragen.
Nämlich in dem wir mit gehen.
In dem der Wandel in uns zuerst selbst stattfindet.
In dem Erwachen in jedem einzelnen stattfindet.
Ob das bei dir so ist, bestimmt dein Lebensplan.

Doch wenn du gerade hier lebst,
wenn du das gerade liest,
wenn dich das Leben gerade dafür öffnet,
dann sei dir sicher,
dass du ein wesentlicher Teil davon bist.
Weil das Leben es so will.

Und ja es kann sein,
dass du es gar nicht so willst,
dass du dich nicht dazu bereit fühlst,
und doch: Es ist kein Irrtum.
Es ist, wie es ist.

Kollektives Erwachen geschieht.
Ein Aufwachen aus einer Verirrung.
Ein Erkennen und Erfahren einer neuen Wirklichkeit.

Einer Realität jenseits all deiner Vorstellungen.
Eine Wirklichkeit, die aus sich selbst heraus immer wieder neu entsteht.
Nicht dingfest zu machen ist.
Mit dem Verstand nicht erfassbar ist.
Und sich – sorry – nicht an deiner Meinung interessiert ist.
Es ist ein Fakt.
Besser du öffnest dich bereits jetzt dafür.
Und gehst mit – mit dem Leben.

Es ist ein Sterben zu Lebzeiten.

Kavitha – 2020

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