Der Unterschied zwischen Schmerz und Leid 
kann sehr einfach dargestellt werden.

Da ist Schmerz wenn du dich verletzt,
wenn du stolperst und auf die Nase fällst.
Oder wenn du verlassen wirst
oder dein Lieblingsspielzeug verloren hast.
Da ist Schmerz.
Er ist unvermeidlich.
Er ist da.

Leid hingegen entsteht dann,
wenn du aus dem Schmerz
eine Geschichte machst.
Wenn sich das Ego dazu eine Geschichte ausdenkt,
und sich an diese klammert.
Wenn es anderen dafür die Schuld
(den Eltern, dem Partner, dem System,…) gibt,
anstatt den Schmerz zu fühlen.
Erst durch die Geschichte,
bindest du dich an den nicht-gefühlten
Schmerz und das Erlebnis.

Obwohl der Schmerz bereits vor langem
entstanden ist, vor ein paar Minuten, Stunden,
Tagen, Jahren, Jahrzehnten,…
klammerst du dich an die damals kreiierte Geschichte,
und wirst auch noch durch dein Umfeld darin bestärkt.
Oh ja es fühlt sich gut an Verbündete zu finden,
seiner Geschichte Raum geben zu können,
Bestätigung zu bekommen,
die anderen machen es ja genau so.
Doch es ist einfach nur eine Story,
und hält dich schlichtweg im Leid gefangen.

So. Also was tun?
Gar nichts.
Die Geschichten bemerken,
wenn sie wieder auftauchen.
Erkennen als das was sie sind … Geschichten.
Nicht die Realität.
Nicht das was jetzt wirklich ist
und erfahren werden will.

Und wenn es wirklich erkannt wurde,
nicht nur weil es hier so geschrieben steht,
sondern weil du es in deinem Leben beobachtet hast,
dann kann Loslassen leichter geschehen,
dann kann Durchfühlen des Schmerzes leichter stattfinden,

…denn hast du nicht schon genug gelitten???

~ Kavitha ~ 2018 ~

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