„Angelica, das was du so schreibst, wirkt alles so abgehoben. So weltfremd. Ich fühle da nur Widerstand und kann das gar nicht lesen, was du da so von dir gibst.“

So sprach gestern eine liebe und ehrliche Freundin. Oh wie dankbar bin ich dir, liebe Andrea.

Und ja es öffnet mir grad die Augen.

Das wovon ich zu schreiben versuche, ist für den, der es noch nicht kennt, eine völlig neue Realität. Eine Realität, die alles bisher Gekannte, Geliebte, Geglaubt, Erlernte und Verehrte auf den Kopf stellt.

ABER: sie ist keineswegs neu. Berühmte Dichter haben darüber geschrieben. Berühmte Maler haben sie zu malen versucht. Weise Menschen haben davon gesprochen. Sie ist nicht neu. Nur noch nicht erlebt, wahrgenommen und erforscht.

Und wenn es für diese Menschen „erreichbar“ war und ist, so ist sie für jedermann/frau erfahrbar und „erstrebenswert“, weil sie in innere Freiheit und Frieden führt – in grundloses Glücklichsein.

Wenn ich es in eine Schublade stecken wollte, dann würde ich es am ehesten als Spiritualität bezeichnen. Auch wenn, dies nicht ran kommt. Jedoch: Dieser „Weg“ – der Weg der Spiritualität, wenn du willst – ist nur für den erfassbar, der bereits einen Vorgeschmack davon bekommen hat, wie es sich anfühlt, nicht nur dieser Körper zu sein. Und der offen dafür ist, dies näher zu erforschen. Für den, der bereits hier im Widerstand stecken bleibt, ist es hauptsächlich etwas, was es zu bekämpfen gilt, weil es Angst macht. Schoppenhauer sagte mal: „Ein neuer Gedanken wird zuerst verlacht, dann bekämpft ….“.

Also was neu ist, anders ist, keine Antworten liefert, schafft Unbehagen. Ja. Tut es. Heißt aber nicht, dass es das deswegen nicht gibt oder gar falsch ist. Es passt halt einfach nur nicht in das bisher gelebte und geliebte Weltbild. (Auch wenn es absolute Realität ist) Im Gegenteil es könnte neugierig auf m e h r machen. Tut es aber nur manchmal. Nämlich dann, wenn von dieser Liebe gekostet wurde. Wenn diese Stille tief berührend erlebt wurde. Wenn der innewohnende Frieden sich über das ganze Dasein verströmt hat – auch wenn es nur ein einziger – bewusster – Moment war.

Ja und es gab Zeiten, da war ich echt so was von abgehoben, hab das „normale“ Leben überhaupt nicht mehr gepackt. Alles war mir zu viel. Und diese „spirituelle“ Welt bat mir die Möglichkeit da rauszusteigen – quasi über den Dingen zu stehen – um nicht zu fühlen, was in mir und in der Welt eigentlich los war. Ich sehe das auch bei manch anderen, dass dies wohl zu diesem gesamten Prozess dazugehören kann.

Paradoxerweise würde ich sagen, dass ich heute sowohl abgehoben als auch völlig bodenständig bin.

Wenn meine Texte und Zitate Widerstand erzeugen, dann sehe ich das insofern positiv, als sich dadurch eine festgefahrene Meinung oder Haltung auflösen kann. Auch wenn es unangenehm ist. Ich jedenfalls habe es – nach anfänglichen enormen Widerständen – erlebt, wie ein Eintauchen in eine völlig neue Freiheit.

Wenn also auch bei dir Widerstand auftaucht, solltest du meine Artikel oder Zitate lesen, so kann ich dir vor allem dazu raten: Bleib offen. Lies nochmal. Bleib offen was sich dir zeigt. Bleib offen ob es irgendwo auch positiv andockt. Ob du darin einen Funken Wahrheit wahrnehmen kannst. Und wenn du Fragen stellen willst, darüber sprechen willst, mehr erfahren willst, so kannst du mich gerne kontaktieren.

Das erinnert mich jetzt daran, als vor ca 6 Jahren eine anderen liebe Freundin meinte: „Angelica, du machst mir Angst.“ Ja – das Neue macht Angst. Ja – das Unbekannt schafft Unbehagen. Aber ehrlich gesagt: Bin ich nicht der lebende Beweis dafür, dass es glücklicher macht? Freier? Entspannter? Authentischer? Ich mache heute Dinge, die noch vor kurzer Zeit völlig undenkbar für mich waren. Ich lebe in einer Ungewissheit, die wer anderer nicht mal für eine Woche aushalten würde. Aber ich lebe auch spontan in den Tag hinein, was eine wunderschöne Freiheit schafft.

Ob ich ob all dieser Erkenntnisse und Weisheit und Wahrheit nur noch Glückseligkeit erfahre und immer himmelhochjauchzend durch die Welt tanze? Nein, natürlich nicht. Natürlich habe auch ich meine Herausforderungen und Themen. Nur ehrlich gesagt, ist es jetzt viel, viel leichter gewisse Themen/Traumen zu sehen/bearbeiten – wenn nicht sogar überhaupt erst möglich.

Also wenn auch du mich als zu abgehoben wahr nimmst, dann bleib einfach mal bei einer Aussage, einem Artikel und beobachte das, was sich in dir zeigt. Und wenn du mich gerne live erleben willst, so kannst du gerne alle 14 Tag am Satsang am Sonntag teilnehmen. Aber Achtung: Natürlich wirst du auch hier vielleicht etwas erleben, was anfänglich Widerstand auslösen kann 🙂

Kavitha – 2021

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