Du meinst, Meditation bringt dir nichts?
Ist nur vergeudete Zeit?
Du könntest in der Zeit, in der du nur faul auf deinem Meditationspolster sitzt, besser nutzen, indem du z.B deine Klienten anschreibst, in dem du neue Blogbeiträge erstellst?

Als ich gestern aufgewacht bin, hat mein Verstand sich in Loopings bewegt:
Wie mache ich dies – wie schaffe ich jenes?
Ich brauche Hilfe, denn alleine schaffe ich das nicht?
Was ist als nächstes wichtig?
Und so weiter und so fort.

Ich hätte mich darauf hin am liebsten gleich an den Computer gesetzt, um alle möglichen neuen Ideen aufzuschreiben bzw. Lösungen entwickeln wollen.
Stattdessen setzte ich mich an meinen besonderen Platz.
Meinen Altar.
Ich machte, wie fast jeden Morgen, die Atem-Meditation, die mir gerade am besten gefällt.
Und was geschah dann?

Ich kam in eine innere Stille.
In einen Frieden.
Ruhe breitete sich aus.
Der Verstand hüpfte nicht mehr herum wie ein Rumpelstilzchen, sondern war völlig konzentriert auf die Aufgabe, die ihm gerade gestellt wurde: Gleichzeitges Atem-Beobachten und Fokus auf einen bestimmten Bereich im Körper. So kam er zur Ruhe.

Ob dies meine Probleme gelöst hat?
Direkt nicht.
Indirekt schon.

Dadurch, dass in der Meditation der Fokus auf etwas völlig anderes gelegt wurde, wurde sozusagen Platz geschaffen. Ein Weg wurde freigelegt, der es mir ermöglichte meine innere Weisheit anzuzapfen. Einfach, weil alles Unnötige für kurze Zeit beiseite gelegt wurde, konnte das was jetzt wirklich wichtig ist, auftauchen.

Meditation löst nicht unmittelbar Probleme.
Sie ist hilfreich, dich mit deiner inneren Stimme zu verbinden.
Mit jener Kraft, die alles Leben erschafft.
Und daraus ergeben sich wunderbare Möglichkeiten, die zuvor so nicht gesehen werden konnten.
Das ist was Meditation vermag.

Wenn die Meditation zur täglichen Routine wird, genauso wie duschen oder Zähne putzen, dann kann sich wirklich etwas bewegen in deinem Leben. Du handelst viel weniger aus dem Verstand, aus dem Chaos heraus, sondern viel mehr aus einer Kraft, die sozusagen einen größeren Überblick hat.

Zu Beginn eignet sich eine kurze Form der Meditation – vielleicht mal nur den Atem zu beobachten. Dies kann schon eine große Herausforderung für den Verstand sein. Mantren chanten eignet sich auch hervorragend. Vor allem, wenn du gerne singst oder tönst.

Je tiefer du eintauchst, desto mehr WIRST du zu Meditation. Da gibt es dann nicht mehr einen Meditierenden, der es praktiziert, sondern du selbst BIST Meditation. Das ist dein natürlicher Zustand.

Drum – ja- ich empfehle die tägliche Praxis.
Und bitte komm mir ja nicht mit der Ausrede, dass du keine Zeit dafür hättest.
Du kannst mit nur 5 Minuten pro Tag beginnen!
Atma Nambi sagte immer: Am besten ist du meditierst täglich 30 Minuten. Und wenn es dir nicht gut geht oder du keine Zeit hast zum Meditieren, dann praktiziere täglich 1 Stunde!

In diesem Sinne:
Wann beginnst du Meditation zu deiner täglichen Praxis werden zu lassen?

Kavitha – 2020

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