…und umarme deine Hässlichkeiten.
Umarme deine Unzulänglichkeiten,
deine Unfähigkeit etwas zu verändern.
Umarme deine Wut und deinen Hass auf andere und auf dich.

Setze dich bewusst dem anderen aus,
dem Licht von Bewusstsein,
lass dich bestrahlen und fühle, was da alles in dir hochkommt.

Setze dich in den Scheinwerfer eines anderen,
des „Feindes“ oder einer Gruppe
und lass dich durchschauen.

So kannst du fühlen was wirklich gerade in dir da ist.
Lass hochkommen was sich zeigen mag.
Neid, Gier, Missgunst.
Wut, Hass, Zorn,
Ungeduld.
Scham.
Verzweiflung.
Hilflosigkeit.

Bleib wirklich in diesem Scheinwerfer sitzen und fühle alles.
Befreie dich davon.
So integrierst du deine Schattenaspekte.
So wirst du wieder ganz.

Jene Teile von dir – die du nicht sehen wolltest, nicht fühlen wolltest, als Kind wegsperren musstest – werden endlich gesehen.
All das ist in dir.
All die Hässlichkeit der Welt.
Fühle alle Fehler, deren du dich schuldig fühlst.
Fühle die „Verbrechen“, die du begangen hast.

Halte diese Energien nicht mehr länger.
Verstecke es nicht mehr – vor allem nicht vor dir selbst.
Dieses Halten macht dich müde und ist unendlich anstrengend.
Das Halten ist es, was dir Energie raubt.
Es ist nicht die Energie, die an dir festhält, sondern du.
Du hälst an dem Hass, an der Wut, an der Verurteilung fest,
weil sie zu deiner „Geschichte“ gehören.
Höre auf mit den Geschichten.

Bleib stehen.
Bleib stehen im Licht des Bewusstseins.
In der Präsenz eines anderen.
Und fühle.

Gesehen zu werden, tut so gut.
Und befreit.

Umarme all deine Hässlichkeiten, Unfähigkeiten.
Umarme deine Angst zu versagen.
Umarme deine Zweifel hinsichtlich deines Könnens.
Umarme deine Sturheit.
Deine Trotzköpfigkeit.
Umarme deine Besserwisserei.
Deine Hochnäsigkeit.

Nutze die Bühne, die dir dazu geboten wird,
oder erschaffe dir eine.
Das Gehirn unterscheidet nicht, ob es tatsächlich real da ist,
oder du es dir nur vorstellst und reagiert dementsprechend.
Schaffe dir einen geschützten Raum und fühle was sich zeigen mag.
Oder lass dich dabei unterstützen.

Also: Bist du bereit dich (zu) durchschauen (zu lassen)?

Kavitha – 2021

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