Ui, das klingt anstrengend.
Klingt nach unangenehm.
Und bedrohlich.

Viel wird davon gesprochen,
noch mehr darüber geschrieben.
Die meisten von uns,
meiden sie wie die Pest.
Weichen lieber aus,
und leiden weiter,
anstatt uns mitten hinein zu stürzen,
in das Vergnügen.

Vergnügen?

Ich meine JA.
Es ist die bestmögliche Art,
dich zu durchschauen,
dich zu erkennen.
Und wenn du erst durch bist,
ah welch eine Erleichterung.

Ja du als reines Bewusstsein,
als Gewahrsein,
brauchst keine Transformation,
da stellt sich nicht mal die Frage.

Doch das kleine Ich,
das Ego,
das erfährt Transformation.
Freiwillig oder unfreiwillig.
Es bedeutet nichts anderes als Wandel, Veränderung.

Wir alle wollen gern Veränderung.
Wünschen uns Frieden in der Welt.
Oder Freiheit für alle.
Wir wollen lachende Gesichter,
und offene Herzen.
Wir möchten saubere Flüsse,
singende Vögel,
wärmende Sonnenstrahlen.

Doch was sind wir bereit dafür zu tun?
Dafür zu geben?
Ja, es würde Veränderung bedeuten.

Wer von uns mag schon gerne Veränderung?
Wer ist denn schon bereit – und schon gar nicht freiwillig – dazu
sich/etwas zu verändern?

Doch es wird nicht gehen,
ohne Transformation.

Und obwohl da Leiden ist,
schwimmt Mensch lieber weiter auf der Oberfläche der Dinge
und wähnt sich in Sicherheit.

Doch ist diese Sicherheit so sicher,
wie sie scheint?

Manche, ja einige, wenige,
sind bereit,
vielleicht weil das Leben sie dazu zwingt,
oder weil sie Spaß daran haben.
Weil es für sie unendlich interessant ist,
all das hier zu erforschen.
Sich selber zu erforschen.
Und zu entdecken.

Ja, es ist Arbeit.
Ja, es ist unangenehm.
Und ja auch bedrohlich.

Für wen stellt sich da die Frage?
Wer oder was fühlt sich bedroht?

Das kleine Ichlein,
das gerne alles so haben möchte,
wie es war.
Selbst wenn es unangenehm ist.
Wie verrückt ist das denn bitte?

Wollen wir doch Freiheit und Frieden,
oder Glückseligkeit,
oder sonst irgendetwas,
aber wir sind nicht bereit etwas zu verändern.
Etwas zu tun.
Etwas wirklich Entscheidendes.

Manch einer möge sagen,
alles hier ist Schicksal und es gibt nichts zu tun.
Ist das vielleicht nur eine Ausrede?
So lange da irgendeine Art von Leiden ist,
ist da auch ein kleines Ichlein,
und so lange braucht es Transformation.

Gut, dann kannst du entgegnen,
dass hier alles automatisch geschieht.
Ja tut es.
Und eben auch Transformation,
es sei denn,
wir stellen uns ihr in den Weg.
Dann herrscht eher Stagnation.
Und Frustration.

Warum also nicht Transformation wählen?
Lieber kurz und schmerzvoll,
als länger leiden.

Das meine ich zumindest.

Also bist du bereit?

Kavitha – 2020

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