Wenn du wirklich willst, dass sich etwas ändert, dann:

  1. Erkenne, dass du leidest: Das ist ziemlich tricky. Denn in einer Welt wo so vieles „normal“ ist, wo die anderen es ja auch aushalten. Wo immer noch vor allem die „alten“ Werte zählen, ist es gar nicht so einfach zu erkennen, dass du leidest. Leiden erkennst du daran, dass du dich nicht wohl fühlst, es zwickt und zwackt – auch wenn du nicht weißt warum. Dass du dich immer wieder in Situationen findest, wo du so richtig wütend wirst, wo du dich ärgerst. Du leidest auch, wenn du traurig bist, wenn du nicht weißt wohin. Aber auch, wenn es eine unerfüllte Sehnsucht in dir gibt. All das ist Leid. Vielleicht würdest du es gar nicht so bezeichnen. Doch irgendetwas in dir leidet. Es wünscht sich, dass es anders ist. Es möchte gern glücklich sein. So gesehen ist Leiden ein Weckruf. Es sagt dir: Hey, hier findest du nicht, das was du suchst.

  2. Erkenne AN, dass du leidest. Wenn du mal erkannt hast, dass es da Leid in dir gibt, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du gehst in den Widerstand und meinst, dass die anderen ja auch nicht leiden würden. Dass das Leben halt so ist. Dass es ja gar nicht so schlimm ist im Vergleich zu anderen. Oder Ähnliches. Oder aber, du erkennst an, dass du hier und jetzt leidest. Da hast du schon einen großen Schritt getan, wenn dir dies gelingt.

  3. Fühle die damit verbundenen Gefühle. Zu Beginn ist es wahrscheinlich ein Haufen an Gefühlen, alle durcheinander und kaum zu identifizieren. Da lasse dich vom Leben leiten. Wenn du wirklich den Wunsch hast, dich von dem Leid zu befreien, wird dir das Leben Situationen schicken, wo du genau mit den Gefühlen in Kontakt kommen kannst, die damit im Zusammenhang stehen. Aber ACHTUNG – dazu braucht es deine Wachheit. Es macht nichts wenn du es beim ersten Mal nicht kapierst, oder beim zweiten Mal oder … Du kannst sicher sein, dass der Leidensdruck irgendwann so groß wird, dass du gar nicht mehr drum herumkommst. Ist die Frage ob du so lange warten willst. Jedenfalls fühle das was da ist. Mit der Zeit wirst du bemerken, dass die Gefühle früher und schneller für dich sichtbar und fühlbar sind. Dann braucht es deine wirkliche Bereitschaft. Den Wunsch dich wirklich zu befreien. Allein schon diese Bereitschaft und die Offenheit für neue Möglichkeiten reichen dafür völlig aus.

  4. Lerne loszulassen. Lerne dich dem Fluss des Lebens hinzugeben. Dazu werden die unzählige Möglichkeiten geboten. Du musst nur zugreifen. Kannst es sogar wie so eine Art Hobby betreiben. Dich darin üben. Damit spielen. Bis dann ein entscheidender Moment kommt, wo du bereit bist, dich hinzugeben. Dann steht dir eine neue Welt offen.

Es funktioniert. Und ist ein immer fortlaufender Prozess. Keine Sorge, am Anfang kann es dir vorkommen, wie ein unüberwindbarer Berg, so groß wie der Mount Everest. Aber mit der Zeit wirst du erkennen, dass es immer schneller geht. Einfacher wird. Ja und jetzt mal ehrlich – hast du eine andere Wahl? Na ja, du kannst natürlich im „Alten“ bleiben. Doch sei dir dessen bewusst, dass dann nicht nur du leidest, sondern dein ganzes Umfeld. Vielleicht gibt dir genau das ja den Anstoß, dich tiefer mit dir selbst zu beschäftigen.

Kavitha – 2021

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